Erdbär

Robert Laner

Nur mit Ecken und Kanten kannst du stabil stehen

Vor knapp sieben Jahren hat CEO Robert Laner mit seinem Partner Gerhard Schrempf die Vision nachhaltiger, giftfreier, fairer und weltverändernder Mode zur Wirklichkeit gemacht. Mit dem Label ERDBÄR haben sie ein Zeichen in der zweitschmutzigsten Industrie der Welt gesetzt, der Modeindustrie. Die Philosophie dahinter: Jeder kann ein #WORLDCHANGER sein! Warum ein Mensch Ecken und Kanten braucht, was er mit der Fashion Week in Berlin zu tun hat und warum er sich klar von Jutesäcken und Hardlinern distanzieren möchte, erklärt uns der junge Unternehmer im Interview mit Zukunft ist Thema.

„Ich war schockiert, als mir aufgefallen ist, dass es kaum nachhaltige Modemarken in Österreich gibt“, schildert Robert Laner die Anfänge von Erdbär #WORLDCHANGER. „Das wollte ich nicht akzeptieren und habe begonnen, mich näher mit der Textil- und Modewelt zu befassen.“ Die Erkenntnisse, welche er dadurch gewonnen hat, entsetzen ihn nach wie vor: Die Modeindustrie ist nach der Ölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer überhaupt. „Noch dazu ist die Mehrheit der Stoffe giftig bzw. schädlich für unsere Haut und unseren Körper“, ergänzt der gebürtige Salzburger und erzählt: „Als mich die Leidenschaft für nachhaltige Mode packte, habe ich mir sofort herkömmliche Stoffe gekauft und habe begonnen, mit ihnen zu arbeiten und zu experimentieren. Es hat mich allerdings schockiert, als ich am Abend feststellte, dass ich meine Finger nicht mehr spüren kann.“ Die Antwort, warum das so ist, fand er wenig später: „In herkömmlichen Kleidungsstoffen ist so viel Chemie, dass du das Gefühl in deinen Fingern verlierst, wenn du länger damit arbeitest.“