Brexit

Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr

Brexit



Am 31.01.2020 ist Großbritannien (UK) aus der EU ausgetreten. Die im Austrittsabkommen vereinbarte Übergangsfrist endet mit 31.12.2020. Am Ende der 11- monatigen Übergangsfrist, in der noch alle EU-Erleichterungen galten, steht ein Abkommen, das neue Regeln im wirtschaftlichen Zusammenleben zwischen der EU und UK schafft.
Es ergeben sich daher mit 01.01.2021 auch Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr mit ihren Partnern in Großbritannien.


SEPA Überweisung/Lastschrift

Großbritannien hat einen Ausnahmeantrag zum Verbleib im SEPA-Raum gestellt, der seitens EPC (Euro Payments Council) angenommen wurde. Somit sind SEPA-Zahlungen weiterhin möglich. Es gelten aber erhöhte Anforderungen aufgrund der Geldtransferverordnung.


Änderungen aufgrund Geldtransferverordnung

Für Zahlungen nach Großbritannien sind nach dem Brexit folgende Daten zusätzlich verpflichtend anzugeben:

  • vollständige Auftraggeberdaten
    (Vor- und Zuname/Firmenwortlaut und volle Adresse)
  • vollständiger Empfängername
    (Vor- und Zuname/Firmenwortlaut)
  • bei SEPA Lastschriften zusätzlich vollständige Adresse des Zahlungspflichtigen

Bei Zahlungen von und nach Großbritannien muss neben der korrekten Empfänger-IBAN auch der Name des Empfängers laut Zahlungsauftrag (bzw. bei Lastschriften IBAN und Name des Zahlungspflichtigen) mit dem Namen des Kontoinhabers übereinstimmen (Prüfung durch Bank) .

Damit verbunden sind zusätzliche Prüfpflichten der Bank. Fehlen notwendige Daten oder stimmen diese nicht überein, kann es zu Verzögerungen bei der Abwicklung von Zahlungen kommen.